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Mittleres Leinblatt

(Thesium linophyllon)

V — VII Home Halbtrockenrasen, Brachäcker
10 — 30 cm indigen VU
Blüten
Synonyme: Linosyris intermedia, Thesium arvense, Thesium intermedium, Thesium ramosum, Gewöhnliches Leinblatt, Gewöhnlicher Bergflachs. Geophyt, coll-mont. Bei jeder Blüte sitzen 3 Hochblätter. Das meist 5-zipfelige Perigon ist zur Fruchtreife bis auf den Grund eingerollt. Der Blütenstand ist eine Thyrse. Die Laubblätter sind 1 — 3-nervig. Die Pflanze hat unterirdische Ausläufer, der Wuchs ist lockerrasig (Lit). Die Art kommt in Ober-, Niederösterreich, Burgenland, Wien, Steiermark und Nord-Tirol zerstreut bis selten vor. Sie kommt in allen Naturräumen vor, ist aber in den Alpenvorlandern stark gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blütenstand
Alle Thesium-Arten sind Halbschmarotzer, die mittels Haustorien die Wurzeln der Wirtspflanzen anzapfen, um ihnen Nährstoffe zu entziehen. Durch ihre grünen Blätter und Stängel sind sie zur Photosynthese befähigt.
 
Blätter
 
 
Habitus
Aufnahmen: 18.05.2012 Unterbergern

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"461. T. Linophyllum. L. sp. (Gemeiner B.)
Wurzel spindelig, zuletzt ästig, vielstengelig, auslaufend oder ohne Ausläufer. Stengel aufrecht, aufsteigend oder liegend, kantig, kahl wie die ganze Pflanze, oberwärts pyramidenförmig, oder rispig-ästig mit trugdoldig verzweigten Blüthenästchen; Blüthenästchen abstehend, in der Regel länger als die Frucht. Blätter sitzend, lineallanzettlich oder schmallanzettlich zugespitzt, ganzrandig, dicklich, 3 — 5 nervig, nebst Deckblättern gelblich oder bläulichgrün. Deckblätter zu 3, am Rande so wie die Aestchen glatt, oder kaum merklich schärflich, das mittlere ungefähr so lang als die Frucht. Perigone meist 5spaltig, klein, auswendig grün, inwendig weiss. Früchte ellipsoidisch, grün, 5riefig, 3mal länger als der eingerollte Perigonsaum. Durch den trugdoldigen Blüthenstand (blühende Aestchen gabelspaltig mit einer 3. Blüthe im Gabelwinkel) von allen folgenden Arten zwar verschieden, durch Fehlschlagen aber die Trugdolde sehr unregelmässig, oft traubenförmig.
Juni — Aug.


Aendert ab:

  • α minus. Neilr. (T. intermedium Schrd. — T. linophyllum E. B.) Wurzel in der Regel gelbliche, zerbrechliche, unterirdische Ausläufer treibend; Stengel 0,5 — 1' hoch. Blätter ungefähr 1''' breit, undeutlich 3nervig, gelblichgrün.
  • β majus. Neilr. (T. montanum Ehrh.) Ausläufer in der Regel fehlend, die ganze Pflanze kräftiger; Stengel 1,5 — 2,5' hoch; Blätter 2—3''' breit, deutlich 3—5 nervig, dunkelgrün. Geht häufig in die Form α über.

Auf Haide- und Bergwiesen, unter Gesträuch auf sonnigen Hügeln, an Rainen, Wegen, auf steinigen Abhängen, besonders auf Kalk.

  • α Im Flachlande und in gebirgigen wie subalpinen Gegenden. Auf thonigen Bergäckern am Pöstlingberge, auf tertiärem Kalksand des Pfennigberges u. s. hier und da auf Mühlkreisäckern. Zerstreut über Kalkalluvium der Haide bei Neubau, Wels, auf Hügeln um Lambach, am Wege nach Wimsbach; um Kremsmünster, Steyr; in den Alpenthälern und auf Voralpen auf Kalk, am Traunsteinfusse in der Kamp, am Schafberg, am Steingebirge des Attersee’s u. s. w.
  • β Auf Kalkfelsen der Stoderberge (Langeder), am Pyhrn bei Spital (Brittinger), viel seltner als var. α."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 391), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 17.10.2026

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